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Unser Buch-Tipp

"Die Großrussin" von Stefan Schwarz

Lust auf ein witziges Buch? Da empfehlen wir 'Die Großrussin' über den eher durchschnittlichen Dr. Ullrich Hasselmann, Altphilologe, Vater von zwei niedlichen Töchtern und glücklich verheiratet. Aber von einem Tag auf den anderen wird dieses kleine Glück auf den Kopf gestellt. Grund dafür ist der einzige Fehler, den er sich jemals erlaubt hat. Aus Geldnöten war er zu seinen Studentenzeiten eine Scheinehe mit einer temperamentvollen und vor allem außergewöhnlich großen Russin eingegangen, und nun Jahrzehnte später erhält er Post vom Jugendamt und wird aufgefordert sich ab sofort  um seinen verhaltensauffälligen Sohn, von dem er bis dato nichts ahnte, zu kümmern. Und so gerät der liebe Möchtegernheld, der seinen Sohn retten will, mitten in den Krieg zweier Mafiabanden...

Voller skuriller Situationen, Wortwitz und wunderbar ironisch!

 

 

Unsere Filmempfehlung

Der Junge muss an die frische Luft

Wow! Eine so gelungene Buchverfilmung habe ich schon ewige Zeiten nicht mehr gesehen!
Schon das Buch und die Hörfassung waren extrem fesselnd und nun dieser Film mit dem absolut verzaubernden und so echten Julius Weckauf als kleiner Hape Kerkeling! Diese Kindheitsgeschichte aus dem Ruhrpott der 70er Jahre zieht einen einfach in seinen Bann. So herzlich und liebevoll die Bande zwischen den einzelnen Familienmitgliedern auch war, den großen Kummer, den Verlust der Mutter in frühen Jahren, konnten sie nur mildern, aber nicht aus der Welt schaffen. 

Bravourös inszeniert von Caroline Link, deren Stärke es eindeutig ist, komplizierte Familiengeschichten durch Bilder zu erzählen. 

 

 

 

 

Spielfilm

Astrid

 

Das Leben von Astrid Lindgren, der wohl bekanntesten Kinderbuchautorin der Welt, bietet viel Stoff für Verfilmungen: ihre Kriegstagebücher, ihr Leben als Bestsellerautorin in einer Zeit, als kaum Frauen in der Literaturbranche das erreichten, ihre Arbeit für den schwedischen Geheimdienst - doch dieser Film spielt in einer Phase ihres Lebens, als sie noch die junge Astrid Ericsson war, aufgewachsen auf einem Bauernhof, den ihre Eltern von der Kirche gepachtet hatten. Über ihre Kindheit hat Astrid Lindgren später viel erzählt, aber über die Zeit, als sie unglücklicherweise als junges Mädchen von einem verheirateten, 30 Jahre älteren Mann schwanger wurde und nach Stockholm ziehen musste, um diese 'Schande' zu verbergen, schwieg sie sich lange aus. Und doch hat besonders diese Zeit Astrid Lindgren geprägt und sie zu  der eigenständigen, selbstbewussten Frau gemacht, die 1999 zur Schwedin des Jahrhunderts gewählt wurde und nach der sogar ein Asteroid getauft wurde.

Ein absolut sehenswerter Film, der in einer Bibliothek natürlich nicht fehlen darf!

 

 

 

 

Unser Buchtipp

"Elektrische Fische" von Susan Kreller

 

Obwohl noch Anfang des Jahres steht mein Jugendbuch für das Jahr 2020 schon fest: Elektrische Fische! Das zu toppen wird sehr schwer sein. Worum es geht? Emma, in Irland aufgewachsen und verwurzelt, muss mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern ziehen. Die Sehnsuchtnach der alten Himat ist bei allen immens groß; das Ankommen in der Fremde fällt schwer. Wunderbar erzählt, jedes Wort stimmt, man möchte die Geschichte am liebsten laut lesen, so traurig-schön ist sie. Ein Buch, das auch Erwachsene mit Genuss lesen werden.

 

 

 

Medientipps

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